Geeignete Produkte
Sanierung von Wohnhochhäusern
Identität bewahren, Erneuerung gestalten
Der „La Tour des Argonautes“ im Herzen des Stadtteils Châtillons in Reims ist eines der bekanntesten architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Der 1972 eingeweihte, 17-stöckige Wohnturm ist 50 Meter hoch und zeichnet sich durch seine monumentale Skulptur auf dem Dach aus, die vom Schiff des Jason und der Argonauten inspiriert ist.
Im Rahmen des neuen nationalen Stadterneuerungsprogramms durchläuft das Stadtviertel Châtillons derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der darauf abzielt, das Wohnumfeld zu verbessern, die städtische Vielfalt zu stärken und dem Gebiet neue Impulse zu verleihen. Die Sanierung von „La Tour des Argonautes“ ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Wandels.
Das Projekt verfolgte ein zweifaches Ziel: die starke Identität eines Gebäudes zu bewahren, das zu einem Wahrzeichen von Reims geworden ist, und ihm gleichzeitig eine zeitgemäßere architektonische Gestaltung sowie eine verbesserte Energieeffizienz zu verleihen. Die Sanierung zielte insbesondere darauf ab, die Zertifizierung BBC Effinergie Rénovation zu erreichen und die Energieeffizienzklasse des Gebäudes von D auf B zu verbessern.
Ausdruck in einer neuen Perspektive
Die Fassaden von „La Tour des Argonautes“ wurden von Haïku Architecture komplett neu gestaltet, um die Vertikalität des Gebäudes zu betonen und seinen architektonischen Ausdruck zu modernisieren.
Die Gestaltung der Fassade spielt bei dieser Umgestaltung eine zentrale Rolle. Die Stockwerke werden optisch in Gruppen von zwei oder drei Ebenen zusammengefasst, während vertikale Fugen, hervorgehobene Plattenkanten und gerippte Stahleinsätze für Rhythmus und Tiefe sorgen. Die gewählten Farben greifen die für die historischen Gebäude des Viertels typischen Glaspastellfliesen auf und nehmen gleichzeitig die Form des dreizackigen Sterns des Turms erneut auf.
Dank dieser neu gestalteten Fassade behält der Turm seine Rolle als städtisches Wahrzeichen bei und erhält zugleich eine zeitgemäßere, klarere Identität, die sich harmonisch in die sanierte Umgebung einfügt.
Renovierung eines bewohnten Gebäudes
Die Fassadenarbeiten wurden von Soprema Entreprises, Niederlassung Reims, unter technisch anspruchsvollen Bedingungen durchgeführt. Die Höhe des Gebäudes und die Tatsache, dass die Arbeiten auf einem bewohnten Gelände durchgeführt wurden, erforderten eine präzise Organisation, wobei die Arbeiten Fassadenabschnitt für Fassadenabschnitt unter Einsatz von Mastkletterbühnen durchgeführt wurden.
Nach dem Abbau der bestehenden Verkleidung wurde die neue Gebäudehülle mit einem Metallgerüst, einer 160 mm dicken Außenwärmedämmung aus Steinwolle sowie Verkleidungselementen aus Aluminiumverbundwerkstoff und geripptem Stahl angebracht.
Um ein präzises Endergebnis zu gewährleisten, wurden im Vorfeld umfangreiche Vorbereitungsarbeiten durchgeführt. Die Fassade wurde auf der Grundlage von vor Ort genommenen Maßen digital neu gezeichnet, wodurch die exakte Position des Rahmens und die Abmessungen jedes Verkleidungselements festgelegt werden konnten. Die Bauteile konnten somit vorgeschnitten und vorgebohrt geliefert werden, was die Montage vor Ort beschleunigte und zuverlässiger machte.
Stahlfassaden für die architektonische Sanierung
Produktfokus
Für dieses Projekt lieferte Joris Ide die gerippten Stahlbleche, die an der Fassade verbaut wurden. Das eingesetzte Produkt gehört zur JI Sonora 25 Vario 11-Reihe, einem architektonischen gerippten Fassadenprofil mit sichtbarer Befestigung.
Dieses Profil ist darauf ausgelegt, expressive, rhythmische und strukturierte Fassaden zu schaffen. Es kann sowohl in Neubau- als auch in Renovierungsprojekten eingesetzt werden, mit vertikaler oder horizontaler Verlegung – je nach gewünschtem architektonischem Effekt.
Am La Tour des Argonautes tragen die gerippten Stahlbleche von Joris Ide maßgeblich zur neuen vertikalen Gliederung des Gebäudes bei. In Kombination mit der Aluminium-Verbundverkleidung bringen sie Textur, Relief und Bewegung in die Fassade.
Mehr als 2.220 m² gerippte Stahlbleche
Insgesamt wurden im Rahmen dieses Projekts über 4.700 m² Fassade saniert, darunter rund 2.500 m² Aluminium-Verbundverkleidung und 2.220 m² gerippte Stahlbleche.
Die Lösung von Joris Ide trägt sowohl zur visuellen Identität des Gebäudes als auch zur Qualität der erneuerten Gebäudehülle bei. Durch die Kombination aus Ästhetik, Langlebigkeit und Montagepräzision helfen die Stahlprofile, die Herausforderungen eines komplexen Hochhaus-Sanierungsprojekts zu bewältigen.